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Soll ich oder soll ich es nicht? Die tägliche Frage einer Mutti!

belgrad15Bei meiner letzten geplanten Reise ist eine Bekannte von mir fast nicht mitgeflogen. Ihr Kind ist plötzlich krank geworden und hatte sich die ganze Nacht wegen einer Erkältung beschwert und die Augen kaum zu gemacht. Meine Bekannte war schon am Flughafen als sie wieder mit ihrem Mann telefonierte und der ihr sagte, dass das Kind immer noch schlecht drauf sei. Ohne zu überlegen, drehte sie das Auto um und machte sich auf dem Weg nach Hause anstatt Richtung Flugzeug zufahren. Egal, was sie am diesen Wochenende vor hatte - die Gesundheit ihres Kindes war natürlich das Wichtigste.

Wir Frauen können einfach nicht mit dem schlechten Gewissen leben, dass unsere Kinder krank zu Hause sind und wir anstatt sie zu pflegen irgendwo anders sind. Wir kommen uns in den Moment vor wie eine Rabenmutter. Es ist so als ob das kleine Teufelchen auf unserem Schulter steht und einem die ganze Zeit ins Ohr flüstern: "wie kannst du dir überhaupt erlauben Spaß zu haben während dein Kind krank im Bett liegt?". Wir haben keine Ruhe, können uns nicht konzentrieren und rufen ständig unsere armen Männer an, um zu wissen, wie hoch das Fieber ist oder ob die Medikamente bereits eingenommen worden.

Tja liebe Muttis, bei der Sache sind wir alle gleich und Gott sei Dank ist es so. Das zeigt uns einfach, dass wir uns nicht nur gewünscht haben Mütter zu werden, nein, wir sind es tatsächlich - Tag und Nacht, 24 Stunden unseres Lebens!

Auch mir ist das schon ein paar mal passiert - aber wer kennt es nicht? Manchmal kann man noch umorganisieren, so dass man zu Hause bleibst und nicht arbeiten geht aber leider klappt das nicht immer. Oft ist es so, dass du nach der schlaflosen Nacht aufstehst, dich anziehst, deine Augenringe mit Concealer kaschierst und zur Arbeit gehst. Du begrüßt deine Leute mit einem Lächeln und erledigst deine Sachen aber dein Kopf und deine Gedanken sind immer bei deinem Kind. Das Handy wird ständig kontrolliert und dein schlechtes Gewissen wird immer größer. In dem Moment fragst du dich sogar, warum du überhaupt arbeiten musst und wie schön es früher war, als Frauen zu Hause bleiben konnten und komplett für die Kinder da waren.

brotdoseDas ist eine Mama-Krankheit! Wir denken sowieso, dass unsere Babys nur in unserer Nähe wieder gesund werden können. Nur wir wissen, wann welche Medikamente eingenommen werden müssen und was das Kind in dem Moment spürt oder essen will, wenn es krank ist. Nur wir können sie heilen, weil sie unsere Liebe brauchen, um wieder gesund zu werden.

Und so ist das wahrscheinlich auch. Unsere Babys brauchen uns sowie wir sie auch brauchen. Und solange wir so ticken und gerne Mutter sind ist das Ganze auch erlaubt. Schlechtes Gewissen und alles in Frage stellen ist völlig normal. Verzweiflung gehört auch ab und zu dazu - umdrehen, nach Hause fahren zu wollen und alles andere, was für einen selbst geplant war, völlig vergessen oder ignorieren, ist auf einmal komplett selbstverständlich. Das beweist uns einfach wiedermal, dass wir unsere Rolle als Mama viel ernster nehmen als wir überhaupt denken. Und darauf können wir stolz sein!

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